Energieeffizienz 

Klimaanlagen: Heiße Zeiten für den Stromverbrauch 

VDE-Tipps für kühle Rechner

22.05.2007 

Strom sparen und trotzdem einen kühlen Kopf bewahren, das fällt gerade bei hohen Temperaturen schwer. Klimaanlagen können für eine frische Brise sorgen, wenn  die große Hitze kommt. Abkühlung ist gefragt, doch die kalte Luft hat ihren Preis. Klimageräte sind wahre Stromfresser und schlagen in heißen Zeiten kräftig zu Buche. Bereits bei der Anschaffung ist deshalb der Blick auf die Verbrauchswerte wichtig. Bernd Franke vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut: „Eine gute Orientierung für den Stromverbrauch von Klimaanlagen bietet das EU-Energielabel, das seit 2004 Vorschrift ist. Bei Energieeffizienzklasse A hat das Gerät einen niedrigen, bei G einen hohen Verbrauch.“ Ein genauer Blick auf die Angaben des Herstellers lohnt sich immer, denn einmal im Einsatz verursacht ein Raumklimagerät schnell hohe Kosten. Wer ein A-Gerät wählt, ist schon auf der sparsameren Seite. Kleine Verhaltesregeln im Umgang mit der elektrischen Kühlung reduzieren die Stromkosten zusätzlich. „Das Klimagerät sollte nie ununterbrochen laufen, also besser zur Vorkühlung nutzen, wenn man zum Beispiel schlafen geht. Tagsüber auf den natürlichen Hitzeschutz von Jalousien und geschlossenen Fenster setzen und nur in den Nacht- und Morgenstunden lüften“, rät Franke. Wo sich Wohn- oder Büroräume von vorneherein weniger aufheizen, hat die Klimaanlage später weniger zu tun und das spart Energie.

Neben dem Stromverbrauch sollte auch die Sicherheit des Gerätes ein entscheidendes Kriterium sein. „Das dreieckige VDE-Prüfzeichen signalisiert, dass das Gerät sämtlichen Sicherheitsanforderungen und Normen entspricht. In unserem Institut sind sie auf Herz und Nieren geprüft worden.“ Bleibt die Frage, welches Klimagerät es sein soll. Mobile Anlagen eignen sich für den Einsatz in verschiedenen Räumen, denn sie benötigen lediglich eine Steckdose. Fest installierte Systeme sind häufig leiser, verteilen die kalte Luft besser und bieten sich für die gleichzeitige Kühlung mehrerer Räume an. Damit der Kauf einer Klimaanlage nicht nur heiße Luft produziert, muss zunächst klar sein, wie viel Leistung das Gerät erbringen muss. Dazu errechnen Fachleute die Kühllast. Sie ist von verschiedenen Faktoren abhängig, zu denen beispielsweise die Raumgröße, Fenster, Sonneneinstrahlung und Wärmequellen wie Computer oder Leuchten zählen.

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