2007-oeffentlich 

Stromkosten senken bei kleinen Industriebetrieben 

Frankfurt 

Bespielhaft werden hier Maßnahmen aufgezeigt, mit denen eine Senkung der Strombezugskosten - meist verbunden mit einer tatsächlichen Verringerung der Menge des Strombezugs - erreicht werden kann:

Beleuchtung

  • effiziente Dreibandenröhren mit modernen Reflektoren ersetzen die vorhandene Beleuchtung, meist doppelflammige Leuchtstoffröhren
  • Streichen der Wände in Weiß
  • Ergebnis:
    • nur noch halb so viele Leuchtstoffröhren im Einsatz
    • Die Investitionskosten betragen etwa die Strombezugskosten, die im Laufe eines Jahres eingespart werden.

 

Druckluftanlagen

Ein Loch mit einem Durchmesser von 1 mm verursacht Kosten in der Größenordnung von ca. 500 Euro pro Jahr. Die Erneuerung defekter Rohrleitungen, meist mit relativ geringen Kosten verbunden, zahlt sich somit i.d.R. im ersten Jahr aus. Verringerung des Stromverbrauchs bis zu 15%.

 

Warmwasserverteilung / Heizung

Kleine Unternehmen mit geringem Warwasserbedarf können auf eine Warmwasserversorgung mit zentraler Warmwassererzeugung verzichten. An den dezentralen Zapfstellen kommen stattdessen elektrische Durchlauferhitzer zum Einsatz.

Einen umgekehrten Weg kann bei dezentraler Heizung mit elektrisch betriebenen Radiatoren gegangen werden. Hier ist im Einzelfall zu klären, ob ein zu beheizender Raum nicht doch besser an die zentrale Heizungsanlage anzuschließen ist, wobei dann gut gedämmte Versorgungsleitungen verlegt werden. Die Heizkosten können damit bis zu 50% gesenkt werden.

 

Stromintensive Maschinen/Anlagen

Diese Geräte und Anlagen können zeitversetzt zum Arbeitsbeginn eingeschaltet werden, so dass die Lastspitze verringert wird. Damit kann mit dem Versorgungsunternehmen ein geringerer Strombezugspreis ausgehandelt werden.

 

Quelle: Brennpunkt Energie 2/2006, Energieagentur NRW