„Die Mikroelektronik muss in Europa bleiben, wir brauchen eine europäische Technologiestrategie“, forderte der Technologieverband VDE heute im Vorfeld der Hannover Messe Industrie. Europa – und damit Deutschland – müsse als Halbleiterstandort unbedingt erhalten werden. Wenn die Chip-Fabriken abwanderten, so der VDE, hätte dies negative Auswirkungen auf die gesamte Volkswirtschaft. „Deutschland hält aktuell eine Spitzenposition in der mikroelektronischen Forschung und Anwendung. Die Mikroelektronik und so genannte Embedded Systems, die meist unsichtbar in ein technisches Umfeld integriert werden, sind wichtige Motoren für Innovationen in allen Industriebereichen“, konstatierte VDE-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer. Die bestehenden Infrastrukturprogramme müssten um weitere Technologieschwerpunkte ergänzt werden. Laut der aktuellen VDE-Studie, bei der 1.300 Mitgliedsunternehmen des VDE und Hochschulen der Elektro- und Informationstechnik befragt wurden, wird Deutschland in den nächsten zehn Jahren seine Spitzenposition in der Elektrotechnik, bei E-Energy/Smart Grids, in der Medizintechnik und in der Automation halten. Jedoch werde vor allem China in der Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik bis 2020 aufholen. Das Umfrageergebnis bestätigt die Prognose des VDE, dass sich das Gravitationszentrum der Mikroelektronik-Produktion in die stark subventionierten ostasiatischen Standorte verlagert. Gerade für den stark wachsenden Bereich E-Mobility bilde die Mikroelektronik die Basis, warnte der Verband.
Der VDE auf der Hannover Messe in Halle 11, Stand E 59.