Erst seit rund einem Jahr werden mit der NOTES-Chirurgie (Natural Orifice Translumenal Endoscopic Surgery) in Deutschland erste chirurgische Eingriffe durch natürliche Körperöffnungen wie Mund oder Enddarm vorgenommen. Mittels des Zugangs über den Bauchnabel wird Patienten bereits die Gallenblase entfernt. Mit diesen neuen Verfahren soll die äußere Narbenbildung weitestgehend verhindert werden. Am 18. März beschäftigen sich in München Ärzte und Ingenieure beim 5. Symposium der Reihe "Krankenhaus der Zukunft" mit "NOTES: Technologie und Anwendungen heute und morgen". Veranstalter sind die Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE (DGBMT), der Dachverband Medizinische Technik Naturwissenschaft Informatik (DVMT) und die Fraunhofer Gesellschaft. Außerdem die Society for Medical Innovation and Technology (SMIT) und die Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und bildgebende Verfahren (DGE-BV).
Das Symposium will den Dialog zwischen Anwendern, klinischer und technischer Forschung sowie der medizintechnischen Industrie fördern, um die Entwicklung weiterer Anwendungsbereiche der NOTES-Chirurgie voranzutreiben. Im Übergang in die Klinik müssen nicht nur Technologien entwickelt, sondern auch die Effizienz der Behandlung gegenüber bisheriger chirurgischer Eingriffe bestätigt werden. Außerdem stehen Schulungen für Ärzte und Informationsmaßnahmen für Patienten an.
An das Symposium im Arabella Sheraton Grand Hotel in München schließt vom 19. bis 21. März der 39. Kongress der DGE-BV an. Infos unter www.dgbmt.de