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Produktprüfung 

VDE-Produktanalyse 2008: Handel investiert in mehr Qualität 

10.06.2008 

 

  • Baumarkt- und Discounterprodukte besser als ihr Ruf
  • Sicherheit verbessert – an Qualität wird noch gespart
  • 30 Prozent mehr Inspektionen in China durch das VDE-Institut

Die Verbraucher werden besser geschützt. „Im Gegensatz zum letzten Jahr hat sich die Sicherheit der elektrotechnischen Produkte verbessert“, so ein Ergebnis der VDE-Produktanalyse 2008. Insbesondere der Handel hat auf die Medienberichterstattung über unsichere Produkte in Verkaufsregalen reagiert. So hat eine Reihe von namhaften Handelsunternehmen Qualitätssicherungsmaßnahmen ergriffen, von der Fertigungsinspektion bis zur Versandkontrolle durch unabhängige Prüfhäuser wie dem VDE-Institut. Zusätzlich ist der Handel selektiver in seiner Produktauswahl – unsichere Produkte kamen nicht mehr so leicht ins Verkaufsregal. Auch die Verbraucher haben auf die Warnung vor unsicheren Produkten reagiert und achten zunehmend auf Prüfsiegel wie das VDE-Dreieck. Ebenso ließen die Erfolgsmeldungen der Hersteller von Qualitätsprodukten auf ein qualitätsorientiertes Kaufverhalten der Bevölkerung schließen. „Geiz ist nicht mehr geil“, freut sich Bernd Franke vom VDE-Institut über die Entwicklung.

VDE überwacht Fertigungen
50 Prozent der Erstprüfungen an elektrotechnischen Produkten, die das VDE-Institut jährlich in seinen Labors in Offenbach testet, bestehen die Prüfanforderungen nicht, weil sie nicht den normativen und gesetzlichen Anforderungen entsprechen, so ein weiteres Ergebnis der VDE-Produktanalyse 2008. Diese müssen so lange nachgebessert werden, bis sie den Anforderungen entsprechen. Erst dann dürfen sie das VDE-Dreieck tragen. Ist einmal das VDE-Zeichen vergeben, ist dies allerdings kein Grund zum Zurücklehnen. Das VDE-Institut führt regelmäßig Überwachungsprüfungen durch. Das Ergebnis für 2008: Bei der Mängelliste führten erneut Produkte aus Asien die Mängelliste an. Die Anzahl der Produkte mit Mängeln (wie schlechte Fertigungsqualität, insbesondere Verarbeitungsmängel und geringe Haltbarkeit) stieg um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig ging die Anzahl der Produkte mit schweren Mängeln (Produkte, die bei der Benutzung für den Verbraucher gefährlich sein können) von 17 Fällen auf 7 Fälle (Asien) zurück. Die Anzahl der deutschen Produkte mit Mängeln ging um 12 Prozent zurück. Noch erfreulicher: Kein Produkt aus der Bundesrepublik wies schwere Mängel auf.

30 Prozent mehr Inspektionen in China durch das VDE-Institut
Aufgrund der Flut von Elektroprodukten aus Asien, insbesondere aus China, hat das VDE-Institut seine Inspektionsmaßnahmen um 30 Prozent gesteigert. Zusammen mit Herstellern und dem Handel sowie behördlichen Instanzen hat das Offenbacher Institut Qualitätssicherungskonzepte entwickelt und die Produkt-, Fertigungs- und Marktüberwachung intensiviert. Gleichzeitig hat das VDE-Institut Verbraucherkampagnen gestartet, um die Bevölkerung über unsichere Produkte aufzuklären. „Das Herkunftsland spielt allerdings nicht die ausschlaggebende Rolle“, versichert Bernd Franke. Bei Produkten, die das VDE-Zeichen tragen, kann der Verbraucher sicher gehen, dass das Produkt den Sicherheitsanforderungen entspricht. „Die Hersteller müssen ihre Produkte so lange nachbessern, bis unsere Prüfingenieure mit dem Ergebnis zufrieden sind“, so Franke.

CE-Kennzeichnung sagt nichts über Sicherheit aus
Weitaus mehr Sorgen als die Produkte, die sich den anerkannt strengen Anforderungen des VDE-Instituts stellen, machen den VDE-Experten die Billigprodukte vor allem aus Fernost, die ganz ohne Sicherheitsüberprüfung in den deutschen Markt kommen. Aufpassen müssen die Verbraucher bei Produkten, die kein Prüfsiegel wie das VDE-Dreieck vorweisen können. Noch immer halten zu viele Verbraucher fälschlicherweise die CE-Kennzeichnung für ein Prüfzeichen. Die CE-Kennzeichnung ist jedoch lediglich eine Erklärung des Herstellers, dass sein Produkt den Anforderungen der europäischen Richtlinien entspricht. 

Kontakt

Melanie Mora
Tel. 069 6308-461
melanie.mora@vde.com