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Studiengänge 

Elektrotechnische Studiengänge im In- und Ausland 

Vergleichende VDE-Untersuchungen zu nationalen und internationalen Abschlüssen

Frankfurt 

Beim gegenwärtigen Diskussionsstand über neue Studiengänge an deutschen Hochschulen ist es angebracht, zunächst Klarheit über die Struktur, Art und Wertigkeit der verschiedenen Abschlüsse in wichtigen Ländern zu erhalten. Neben den USA, England und Australien werden zahlreiche europäische Länder in die Analyse einbezogen, wobei auch die Fachgebiete im Studium der Elektrotechnik und Informationstechnik miteinander verglichen werden. Als Material wurden vorwiegend Studien ausgewertet, die im Mai 1998 auf einer DAAD/HRK-Konferenz vorgestellt
wurden.

Die vergleichende Untersuchung ergibt, daß man nicht von „dem“ anglo-amerikanischen Bachelor oder Master sprechen kann. Zwischen den englischen und den amerikanischen Abschlüssen Bachelor und Master bestehen – abgesehen vom Stufensystem und modularen Aufbau – so gut wie keine Gemeinsamkeiten. Bis auf eine gemeinsame Ausnahme: Für den Zugang zum Beruf ist weniger die Abschlußbezeichnung als der Ruf der Hochschule ausschlaggebend.

Es wird aufgezeigt, wie das Ausland auf den Wettbewerb im entstehenden
internationalen Bildungsmarkt reagiert. Hier werden in jüngster Zeit Elemente des europäischen Studienmodells übernommen: In England und den USA wird der Trend erkennbar, für den ersten berufsbefähigenden Abschluß eine Ausbildungszeit von vier Jahren vorzusehen und für die forschungsorientierte Master-Ausbildung eine Zeit von fünf bis sechs Jahren. Das entspricht exakt der Regelstudienzeit für deutsche Fachhochschulen bzw. Universitäten.

Im zweiten Teil der Analyse wird die Bandbreite der in Deutschland diskutierten bzw. realisierten Abschlüsse zum Bachelor und Master dargestellt.