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E-Mobility 

VDE technischer Partner von RWE bei der Prüfung von Elektrofahrzeug 

08.12.2011 

Um einen Großraum-PKW, der im Zuge des RWE Pilotprojektes auf Elektroantrieb umgerüstet wurde, für die Zulassung fit zu machen, setzt RWE auf die Expertise des VDE Prüf- und Zertifizierungsinstituts.
Von den Offenbacher Elektroexperten wurden die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) am Gesamtfahrzeug (nach ECE-R10) und die elektrische Sicherheit (nach ECE-R100) kritisch unter die Lupe genommen. Auf der Basis dieser Untersuchungen konnte die Einzelgenehmigung für die Umrüstung dieses Fahrzeuges auf Elektroantrieb erlangt werden. Das Fahrzeug kann damit zugelassen werden.

Die EMV-Prüfung soll gewährleisten, dass das Fahrzeug keine elektromagnetische Strahlung aussendet, die den Funkverkehr, andere Fahrzeuge oder elektronische Systeme stören könnten. Außerdem wird getestet, wie das Fahrzeug selbst auf elektromagnetische Felder reagiert und ob es dabei fehlerfrei funktioniert. Zu diesem Zweck wird das Fahrzeug in der Absorberhalle des VDE-EMV-Testzentrums, das weltweit zu den modernsten seiner Art zählt, mit Hilfe einer Antenne bestrahlt und die Emission während des Betriebs gemessen. Die Messung findet bei einer Geschwindigkeit von 40 km/h und 50 km/h statt.

Weitere wichtige Prüfkriterien sind die elektrische Sicherheit und die Betriebssicherheit des Fahrzeugs nach ECE-R100. Diese Norm wurde von der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (Economic Commission for Europe) speziell für Elektrofahrzeuge erarbeitet. Vom Fahrzeug darf keine Gefahr für Insassen und Umwelt ausgehen. Die VDE-Experten prüfen, ob Gefahren durch elektrischen Strom vom Fahrzeug ausgehen. Die Sicherheit muss im normalen Betrieb und nach einem Unfall gewährleistet sein.

Zur Betriebssicherheit zählt zum Beispiel auch, dass das Anzeigendisplay dem Fahrer genügend Informationen liefert. Die Anforderungen gehen hier über die für ein herkömmliches benzinbetriebenes Fahrzeug hinaus. Denn da der Fahrer sich nicht mehr auf die Geräusche des Fahrzeugs als Hinweis auf die aktuelle Fahrleistung oder Störungen verlassen kann, müssen hier optische Signale aushelfen. Vor allem muss dem Fahrer rechtzeitig angezeigt werden, wenn die Leistung der Batterie nachlässt, damit es nicht zu einem plötzlichen Ausfall des Fahrzeugs auf der Strecke kommt.

Das VDE-Institut ist vom Kraftfahrtbundesamt als Technischer Dienst benannt. In dieser Funktion verfügt es über eine langjährige Erfahrung bei der Prüfung der elektromagnetischen Verträglichkeit und weiteren Beurteilungskriterien von Fahrzeugen. In der hauseigenen Absorberhalle mit 10 Meter Messentfernung und einem Drehscheibendurchmesser von 6 Metern, können selbst an großen Kraftfahrzeugen EMV-Prüfungen durchgeführt werden.
Im vergangenen Jahr wurde die Benennung durch das KBA auf die Prüfung von Elektrofahrzeugen nach der ECE-R100 ausgeweitet. Eine logische Dienstleistungserweiterung: Denn das VDE-Institut ist der Experte der Elektro- und Informationstechnik und Sicherheits- und EMV-Prüfungen gehören schließlich zu den Kernaufgaben des 1920 gegründeten Prüfhauses. Als weltweit gefragte Institution für Wissenstransfer, Normung, Prüfung und Zertifizierung verkörpert der VDE eine wichtige Kompetenzplattform für die Elektromobilität.

Kontakt

Dr. Stephan Kloska
Tel.:  +49 69 8306 747
Fax:  +49 69 8306 620
stephan.kloska@vde.com