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Expertenmeinung zur Intelligenten Heimvernetzung 

Die ersten E-Häuser mit intelligenter Heimvernetzung sind vor ca. 10 Jahren als Muster- und Testhäuser in so genannten „Smart Home“-Projekten entstanden. Zu dieser Zeit wurde vor allem versucht, Komfort- und Sicherheitsmerkmale zu steigern. So wurden beispielsweise Rollläden- und Jalousien zentral ferngesteuert, Lichtszenarien geschaltet, wichtige Haushaltsgeräte überwacht und die Häuser per vernetzter Alarmanlage geschützt.

In den letzten Jahren sind verstärkt einige innovative technologische Entwicklungen und Trends zu beobachten, die der intelligenten Heimvernetzung und damit dem Konsumenten und der Baubranche einen neuen Schub verleiten werden:

- Das Thema Energieeinsparung wird immer wichtiger und der Gesetzgeber schafft mit der Einführung elektronischer Haushaltszähler mittlerweile die technischen Voraussetzungen für einen entsprechend zielgerichteten Einsatz von intelligenter Heimvernetzung.

- Immer mehr Haushalte sind mit einem Breitbandanschluss und „Flat Rate“-Tarifen ausgestattet. Viele private Nutzer haben sich zudem an die Einrichtung von lokalen Computernetzwerken per WLAN gewöhnt.

- Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland erhält das Thema Technikunterstützung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter in den eigenen vier Wänden einen immer höheren Stellenwert.

- Der Wunsch nach Sicherheit vor Einbruch, Brand und Wasserschäden wird immer stärker. Auch hier können intelligente Überwachungsysteme helfen, Vorfälle zu vermeiden.

Aufgrund dieser sich ändernden Anforderungen und Möglichkeiten interessieren sich Wohnungsbaugesellschaften, Architekten, Baubranche und Privathaushalte immer stärker für das so genannte E-Haus. Der Bedarf wächst, die Zeit für die Umsetzung ist reif und die technischen Randbedingungen für den Massenmark können bereits heute geschaffen werden. Wichtig dabei ist, dass neben der vorhandenen Infrastruktur Geräte und Systeme einfach und intuitiv bedienbar sein müssen. Sie sollen in allen Anwendungsfällen interoperabel im Sinne von „Plug and Play“ in Systemen integriert funktionieren, damit die Anwender Investitionssicherheit erlangen.

Für den Nutzer bedeutet somit das E-Haus und die damit verbundene intelligente Heimvernetzung die Erschließung neuer Dienstleistungen, die Steigerungen seines persönlichen Komforts, die Erhöhung der Wohnungssicherheit, neue Möglichkeiten Energie einzusparen und im Alter länger ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Wenn die Wohnungen mit der entsprechenden Infrastruktur ausgestattet sind, können die Nutzer selbständig neue Geräte integrieren. Schulungsangebote für die Handwerker und Verkäufer können diese in die Lage versetzen, die Kunden bei der Konfiguration neuer Geräte zu unterstützen.