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Umweltsimulationsprüfung Industrietechnik 

Eignungstests für extreme Einsatzbedingungen 

Langsam dreht sich der Schaltschrank um seine eigene Achse. Aus einem Schlauch wird er dabei über und über mit Wasser bespritzt. Keine Ritze und keine Schraube entgehen dabei dem Wasserstrahl. Dieser Test ist Bestandteil der IP-Schutzartprüfung. Sie ermittelt, ob Wasser und – mittels weiterer spezieller Tests – ob Fremdkörper einschließlich Staub in den Prüfling eindringen können.

Dies ist nur ein Testverfahren von vielen, die das VDE-Institut im Rahmen von sogenannten Umweltsimulationsprüfungen an Komponenten, Geräten und Maschinen durchführt, damit der Hersteller die Eignung des Produktes in seiner Umgebung sicherstellen kann.

Denn die in der Industrie eingesetzten Produkte müssen sicher funktionieren und das nicht nur unter optimalen äußeren Bedingungen. Wie verhält sich das Produkt bei Temperaturveränderungen? Wie reagiert es auf Spritzwasser? Wie verkraftet es Stöße und Vibrationen? Um all diese Fragen zu klären, werden die Prüflinge strengen Tests unterzogen. Die Laboreinrichtungen entsprechen dabei den Anforderungen der VDE-, DIN-, MIL-, EN- und IEC-Normen.

Bleiben wir bei der Schutzartprüfung: Je nach Produktart und Verwendungszweck muss ein bestimmter IP-Code (International Protection-Code) eingehalten werden. Die Beanspruchung mit Wasser kann vom leichten Regenschauer bis zum kompletten Untertauchen reichen. In einer Druckkammer kann im VDE-Institut eine Eintauchtiefe von 50 Metern simuliert werden. Das Eindringen von Staub wird in einer speziellen Staubkammer überprüft.

Selbstverständlich gehört auch der Berührungsschutz zum Prüfumfang. Mit Prüfsonden und einem international genormten Prüffinger testen die VDE-Mitarbeiter, ob es möglich ist, stromführende oder nicht ausreichend isolierte Teile zu berühren. Die Gefahr eines Stromschlags muss ausgeschlossen sein.

Gerade Produkte für die Industrietechnik sind häufig extremen Bedingungen wie Hitze, Schmutz, Feuchtigkeit oder mechanischen Einflüssen wie Erschütterungen ausgesetzt. Das VDE-Institut testet die Schockresistenz, den Einfluss von sehr hohen und sehr niedrigen Temperaturen, Nässe und hoher Luftfeuchtigkeit sowie Sonneneinstrahlung und Vibration u.a. auf Basis der Normenreihe IEC 60068. Die elektrodynamische Schwinganlage erlaubt die Durchführung von Schwingungsprüfungen (Sinus, Breitbandrauschen, Resonanzsuche, Resonanzverweilen, Sinus auf Rauschen) kombinierbar mit klimatischer Beanspruchung.

Neben diesen und vielen weiteren Umweltsimulationsprüfungen bietet das VDE-Institut selbstverständlich alle nach den gängigen Normen geforderten Prüfungen der Produktsicherheit wie auch der funktionalen Sicherheit, elektromagnetischen Verträglichkeit sowie Qualitätsprüfungen an.

Für Hersteller von Maschinen und Anlagen sowie elektrotechnischer Industriekomponenten ist das VDE-Institut ein zuverlässiger Partner. Die sicherheitstechnischen Prüfungen umfassen das komplette Produktspektrum der Industrietechnik. Kabel und Leitungen werden auf ihre Belastbarkeit geprüft. Im hauseigenen Hochspannungslabor prüft der VDE Transformatoren und Schaltgeräte. Hinzu kommen Prüfungen an Elektromotoren, industriellen Steckverbindern und Netzgeräten.

Kontakt

Dr. Günter Schipper
Tel.:   +49 69 8306 226
Fax:   +49 69 8306 493
guenter.schipper@vde.com