Die Zertifizierung blickt auf eine lange Geschichte zurück. Besonders durch die Elektrifizierung in Industrie und Haushalt wurde es üblich, elektrisch betriebene Geräte durch unabhängige Prüfinstitute überprüfen und mit einem Gutachten oder einem Prüfzeichen versehen zu lassen.
Ziel der Produktzertifizierung ist in vielen Fällen die Genehmigung zur Benutzung eines der geschützten VDE-Prüfzeichen zu erteilen. Der Genehmigungsinhaber wird berechtigt, alle Erzeugnisse, die mit dem geprüften übereinstimmen, mit dem im Genehmigungsausweis angegebenen Prüfzeichen zu kennzeichnen.
Zertifizierte Produkte unterliegen der Werksinspektion und Fertigungsüberwachung. Über 200.000 Typen elektrotechnischer Produkte sind zertifiziert und tragen VDE-Zeichen.
Neben der Zertifizierung mit einem der VDE-Zeichen sind VDE-Prüfberichte auch bei der Erlangung nationaler Prüfzeichen anderer Länder in Europa und weltweit anerkannt. Harmonisierte Normen und Zertifizierungsabkommen mit Zertifizierungsstellen weltweit ermöglichen dies. Die mit ENEC- bzw. HAR-Zeichen des VDE-Instituts gekennzeichneten Produkte können in ganz Europa ohne die Erlangung weiterer Zertifizierungen anderer europäischen Stellen vermarktet werden. Die wichtigsten Zertifizierungsabkommen sind im folgenden aufgeführt:
Zertifizierungsabkommen
| CB |
IEC System for Conformity Testing for safety of electrical equipment |
| CCA |
CENELEC Certification Agreement |
| ENEC |
ENEC Agreement |
| HAR |
CENELEC Agreement for the use of an agreed marking for cables and cords in combination with harmonized standards |
| IECQ-CECC |
IEC System for the quality assessment of electronic components and associated materials |
| LOVAG |
Low-Voltage Agreement |